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50 plus und Schluss? Ines Imdahls Vortrag auf der DMXCO
Ines Imdahl
In ca. fünf Jahren sind 50% der DACH Region über 50. Wie kommt es, dass diese riesige, finanzstarke und konsumfreudige Gruppe so wenig erforscht und direkt beworben ist?
Unternehmen und Werbetreiber vernachlässigen diese Zielgruppe, was dazu führt, dass sie nicht nur bislang weitestgehend unerforscht ist, sondern zudem undifferenziert betrachtet wird und Menschen ab 50 in einer Zielgruppe mit ihren eigenen Eltern, den über 80 jährigen, stecken. Dabei sind Menschen mit 50 genau so weit von 20 entfernt wie von 80!
„Alle gleich, hilfsbedürftig, markentreu“ diese und viele weitere Klischees prägen das vorherrschende Narrativ über Menschen ab 50. Das wollen wir ändern! In unserer Studie „50plus und Schluss?“ im rheingold salon haben wir in tiefenpsychologischen Interviews feststellen können, dass dieses Narrativ vor allen von jüngeren Generationen aufrechtgehalten wird. Es bietet ihnen Abgrenzungsmöglichkeiten und eine heile Welt-Perspektive für die eigene Zukunft. Die Befragten über 50 berichteten auf einer rationalen Ebene (der Coverstory) häufig selbst Klischeekonformes wie „Ich bin zufriedener oder gelassener geworden“. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch ein anderes Grundgefühl der 50 plus: Das Mittendrin sein! Menschen ab 50 interessieren sich für alles Neue im Alltag, haben hohe Ansprüche an Qualität und Service und haben Spaß an Special Interest- hier findet sich ein Rückgriff auf Bewährtes, bei gleichzeitiger Neugier und Offenheit für Neues.
Auch die Werbung schauen und schätzen sie, fühlen sich jedoch immer seltener angesprochen. Mehr spannende Einblicke in die Studie und Impulse dazu, wie Werbung für diese starke Kaufkraft wieder ansprechender gestaltet werden kann, sehen sie hier in der gesamten Präsentation von Ines Imdahl auf der DMXCO 2025.